For me, the beginning of a new year always feels like a fresh start. After the turn of the year, there is this short window of time before everyday routines take over again. A moment when I pause and consciously ask myself a few questions. Where am I right now? What would I like to deepen? What is ready to change?
I want to use this moment to establish something new. Not out of pressure and not with big resolutions, but with the intention of continuing to grow. Step by step. And in a way that actually fits into my everyday life.
In this context, my thoughts keep returning to a topic I have been thinking about for a long time: daily creative practice. Ten minutes. Fifteen minutes. A small moment of making each day. I read and hear again and again how much these small, regular practices have changed the work of other artists. How they help them stay in flow, how their work deepens, how new paths begin to open up.
I have been engaging with this idea for years. I keep starting new attempts, trying to find out if and how such a daily ritual could work for me. And honestly, so far I have never managed to stick with it long term.
One example is the 100 Day Project. I find the idea behind it deeply appealing. Spending a longer period of time with one theme, really getting to know it, exploring variations, and staying with it. I have made several attempts, but I have never completed the full hundred days.
When I look more closely, the reason is often quite simple. I lose interest. At some point, the theme I chose no longer excites me. Curiosity turns into impatience. Enjoyment turns into frustration. And eventually, I stop.
At the same time, I notice how much I miss regular practice. Not a big project. Not a perfect outcome. But the continuity. That brief daily moment of pausing and making. Not in order to create something significant every day, but to remain connected to the process.
As an artist, I want to discover new things. I want to get to know my materials better. I want to understand why certain pencils, colours, or shapes appeal to me. But I do not have the time to spend hours in the studio every day. That is why I am looking for a form of daily creative practice that is low threshold and easy to access.
So I started asking myself a few very practical questions.
How low can I set the bar so that I can actually stick with it?
How small does the format need to be so I can take it with me anywhere?
How little material is enough so that I do not need to prepare a workspace first?
How simple does it need to be so that it is quick, but still enjoyable?
It should not feel like another item on my to-do list. Rather like something natural. Something that belongs.
Then the next question arises. What do I actually do in those ten or fifteen minutes? Some people scribble. Others focus on mark making. Some take inspiration from objects around them. I once saw someone throw Lego bricks onto a sheet of paper, trace their outlines, and use that as a starting point. There are endless possibilities.
I have not found a solution for myself yet. I am still trying things out, observing, discarding ideas, and starting again. That is part of it too. Not every attempt works. Sometimes you need to begin again when something no longer fits. And above all, it helps not to be too hard on yourself.
The beginning of the year feels like a good moment for me to consciously make another attempt.
What do I hope to gain from this small daily ritual? I want to get to know my materials better. I want to find out what truly inspires me. And I want to give myself the space to stay connected to my own creativity, even if only for a few minutes each day.
Perhaps a daily habit is not a fixed concept, but something that can keep changing. Small enough to remain manageable. Open enough to stay alive.
Perhaps you are also thinking about what a small daily creative ritual could look like for you.
If you do not yet have a clear starting point, the following worksheet might be helpful.
Für mich fühlt sich der Jahresbeginn jedes Mal wie ein Neubeginn an. Nach dem Jahreswechsel gibt es dieses kurze Zeitfenster, bevor der Alltag wieder vollständig übernimmt. Eine Phase, in der ich innehalte und mir bewusst Fragen stelle: Wo stehe ich gerade? Was möchte ich intensivieren? Was darf sich verändern?
Genau diesen Moment möchte ich nutzen, um etwas Neues zu etablieren. Nicht aus Druck heraus und nicht mit großen Vorsätzen, sondern mit der Idee, mich weiterzuentwickeln. Schritt für Schritt. Und möglichst so, dass es in meinen Alltag passt.
In diesem Zusammenhang kreisen meine Gedanken immer wieder um ein Thema, das mir schon lange begegnet: das tägliche Kreieren. Zehn Minuten. Fünfzehn Minuten. Jeden Tag ein kleiner Moment des Tuns. Ich lese und höre immer wieder, wie sehr diese kleinen, regelmäßigen Einheiten die Arbeit anderer Künstlerinnen und Künstler verändert haben. Wie sie dadurch im Fluss bleiben, wie sich ihre Arbeit vertieft und neue Wege entstehen.
Mit dieser Idee beschäftige ich mich schon seit Jahren. Immer wieder starte ich neue Versuche, um für mich herauszufinden, ob und wie so ein tägliches Ritual funktionieren könnte. Und ehrlich gesagt ist es mir bisher nie gelungen, wirklich dauerhaft dranzubleiben.
Ein Beispiel dafür ist das 100-Tage-Projekt. Die Idee dahinter fasziniert mich sehr. Es geht darum, sich über einen längeren Zeitraum mit einem Thema zu beschäftigen, es wirklich kennenzulernen, Varianten auszuprobieren und dranzubleiben. Ich habe mehrere Anläufe unternommen, aber keinen davon vollständig durchgehalten.
Wenn ich genauer hinschaue, liegt das meist an einem ganz einfachen Punkt: Ich verliere das Interesse. Irgendwann langweilt mich das Thema, das ich mir ausgesucht habe. Dann wird aus Neugier Ungeduld. Aus Freude wird Frust. Und irgendwann höre ich auf.
Gleichzeitig merke ich, wie sehr mir die regelmäßige Praxis fehlt. Nicht das große Projekt, nicht das perfekte Ergebnis. Sondern das Dranbleiben. Dieses tägliche kurze Innehalten und Kreieren. Nicht, um jeden Tag etwas Großes zu schaffen, sondern um im Prozess zu bleiben.
Als Künstlerin möchte ich Neues entdecken. Ich möchte meine Materialien besser kennenlernen. Ich möchte verstehen, warum mich bestimmte Stifte, Farben oder Formen anziehen. Aber ich habe nicht jeden Tag Zeit, im Studio zu arbeiten. Deshalb suche ich nach einer Form des täglichen Kreativseins, die niedrigschwellig ist.
Ich habe mich daher gefragt: Wie niedrig kann ich die Hürde ansetzen, damit ich wirklich dranbleibe?
Wie klein darf das Format sein, damit ich es überallhin mitnehmen kann?
Wie wenig Material brauche ich, damit ich nicht erst einen Arbeitsplatz vorbereiten muss?
Wie simpel muss es sein, damit es schnell geht und mir trotzdem Freude macht?
Es soll sich nicht wie ein weiterer Punkt auf meiner To-do-Liste anfühlen. Sondern eher wie etwas Selbstverständliches. Etwas, das dazugehört.
Dann stellt sich die nächste Frage: Was mache ich in diesen zehn oder fünfzehn Minuten eigentlich? Manche scribbeln, andere beschäftigen sich mit Mark Making. Wieder andere lassen sich von Dingen aus ihrer Umgebung inspirieren. Ich habe gesehen, wie jemand Legosteine auf ein Blatt warf, ihre Umrisse zeichnete und diese als Startpunkt nutzte. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten.
Noch habe ich für mich keine Lösung gefunden. Ich bin noch dabei, verschiedene Dinge auszuprobieren, zu beobachten, zu verwerfen und neu anzusetzen. Das gehört eben auch dazu. Dass nicht jeder Versuch funktioniert. Dass man neu beginnt, wenn etwas nicht mehr passt. Und vor allem, dass man nicht zu hart zu sich sein sollte.
Der Jahresanfang ist für mich ein guter Zeitpunkt, um bewusst einen neuen Versuch zu starten.
Was erhoffe ich mir von diesem täglichen kleinen Ritual? Ich möchte meine Materialien besser kennenlernen. Ich möchte herausfinden, was mich wirklich inspiriert. Und ich möchte mir selbst den Raum geben, jeden Tag ein kleines Stück mit meiner eigenen Kreativität verbunden zu bleiben.
Vielleicht ist ein „Daily Habit” kein starres Konzept, sondern etwas, das sich immer wieder verändern darf. Klein genug, um machbar zu bleiben. Offen genug, um lebendig zu bleiben.
Vielleicht denkst du gerade darüber nach, wie ein kleines tägliches Kreativ-Ritual für dich aussehen könnte.
Wenn du noch keinen klaren Ansatzpunkt hast, lohnt sich ein Blick auf das folgende Worksheet.
